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Meenungs un Kommentare to allens un nix

Morslöcker, Jan 2026

Wenn du kieks di de Welt an, vundag, denn kann’s du froh sein, dat du in een gans kleene Stück Land leevst. As Angeliter büs du wiet weg vun’e grooten Vadderlänner. Du büs op’e Weltkaart nig to finn‘ un kann’s stolt sien, dat du de Welt nig twei maaks!

Over, du mutts di klaar maaken, dat du, wenn du keen Wedderpart büs to de grooten Morslöcker, Lurendreier un Döösköpp, denn büs du uk nig beeter as de!

Wenn et di geit as de Ernst Moritz in sien „Des Deutschen Vaterland“ un seggs, „mein Vaterland muß größer sein“, as Land un vun Bedüüdung, denn büs du uk een Patridiot!

Wenn du over büs stolt op dien lütte Land un seggs to de grooten Baasen, de Welt-Zampanos, dat se sölln sik vepissen un blieven, wo de Peeber wasst, denn büs du een ganse feine Minsch!

Glööv mi dat!

¡VENCEREMOS!

Heimatvereen maakt Platt

In’t Schwiensblatt weer vundag een Bericht över Plattdüütsch in Langballig vun’e „Heimatvereen vun’e Landschaap Angeln“ över dat Plattdüütsch schnacken. De Överschrivt keem vun Fidde Thordsen: „Heimat, Humor und Herz“. Schreven weer dat op Düütsch!

Dat is typisch. Wenn över Platt watt ward schreven, den geit dat um „Heimat“ un all so’n Gedöns. Dat geit um Folklore, Döntjes un dorum, dat et so schön is, Platt to schnacken!

Dor fraag ik mi doch, worum starvt Platt ut?

De Lüüd, de Willem van de Loo opföhrt as „Plattschnackers“ sünd ja nig mihr so gans jung. Dat „Kük“ ist 65 Jahr old. De annern sünd all över söbentig!

Dat dor keen junge Lüüd sünd bi, liggt doran, dat de „Olen“ hem mit de Kinner keen Platt schnackt. De „Olen“ hem sölm doför sorgt, dat Platt hett keen Platz in’t Leeven vun hüüt!

Dat se dat in’e School lichter hem, de Kinner, heet dat denn. Un bi de Deerns, wo pienlich is dat wull, wenn de’n Kerl draapen un schnacken Platt!

Over, wenn so’n Kind in’e School watt förleest, op Platt, denn is dat to un to sööt! Dat dat Kind nig vesteit, watt et leest un suns uk keen Platt schnacken kann, is denn eenerlei!

Dat kümmt jaa vun watt heer, dorvun nämlich, dat dat Billungsideal vun’e Prussen Platt anseeg as een „Bildungshemmnis“. Plattschnackers weern de Döösbüdels. „De dumme Buer schnackt Platt, de ’feine’ Lüüd Hoogdüütsch“.

Noch kunn dat watt warrn, mit Plattdüütsch. De Olen sullen man blots ümmer Platt schnacken, denn wullen de Kinner dat leern un Platt uk seen as een Spraak un nig as „Folkklore“ un Heimatgedöns!

Over, ik nimm nig an, dat dat kümmt.

Dat blivt wull dorbi, dat „Heimat, Herz un Humor“ as Fidde dat seggt, dorto föhrt, dat ole Lüüd Plattdüütsch gans in’t Museum bring un bevör se dotblieven noch eenmaal dinken an’e Kinnertied, de doch weer to un to schön mit Plattdüütsch!

De IHK-SH maakt Mumpitz

Wenn du lääst dat Schwiensblatt, denn kanns mennigmaal watt erleeven! An’e 14. Nov. 2024 weer dor een Artikel vun Hennig Baethke över de IHK-Slesvig-Holtsteen wo et gung um de Wieterbuu vun’e A20 över de Elv weg!
De Titel weer „Firmen drohen mit dem Wegzug aus dem Norden!“
De IHK hett een Umfraag startet un hett an 4600 Ünnerneem in SH de Umfraag veschickt! Nu mutt man weeten, dat et in SH bummelig 113.000 Stüerplichtige Ünnerneem givt. An 4600 dorvun wurr de Breef mit Fraagens veschickt un jede Teinte(!) hett mitmaakt! Dat sünd 460.
Ut de Umfraag het Knud Hansen, de Vizebaas vun’e IHK-SH een Masse ruthoolt.

So seggt he, dat 6% vun’e Ünnerneem in SH wüll utneien, sull de dorde Autobahn nig buut warrn. Dat weern over 6% vun 460 un dat sünd 28. Sull de A20 kaam, denn wüll de halve Ünnerneemerschaap vun Norddüütschland investeeren. Kümmt de Autobahn nig, sünd dat blots twee bit dree Percent! 460 Ünnerneem in SH sünd „Norddüütschland“!
Over, dat geit wieter.
85% glööven, dat Ünnerneem beeter an’e Kunnen kaam, wenn dat Ding is fertig!
Dat kümmt wull dor op an, wo so’n Ünnerneem liggt. Un dat so veele Ünnerneem jeden Dag över de Elv naa Kunnen faarn mööten, is wull uk dumme Tüch!

Du kanns to de dorde Autobahn staan, as du wülls, over dat, watt Henning Baethke dor maakt, is een Bispeel för Qualitätsjournalismus.
Ut een Umfraag, an de 10% vun’e Lüüd, de anschreeven wurrn, mitmaakt hem, so hochtoreeknen, dat dat, watt dorbi rutkeem vör alle 113.000 Ünnerneem in’t Land tellt, is nix anners, as groote Mumpitz!

Tag der Demokratie

Heute ist der 15. September 2024. Und es ist der „Welttag der Demokratie“.
Das dieser Tag nicht sonderlich gefeiert wird, hat Gründe.

Man bezeichnet „Demokratie“ oft als eine „Herrschaftsform“. Das ist falsch. In einer Demokratie werden über Wahlen Menschen mit Funktionen ausgestattet, um das politische, ökonomische und gesellschaftliche Leben zwischen Staaten, in Staaten, in Teilstaaten und Kommunen zu verwalten und zu gestalten.
Niemals dürfen gewählte Personen gegen die Rechte und Interessen von Menschen handeln, weshalb „Demokratie“ immer schwierig ist.
Es gibt kein einheitliches Interesse und keine gleichen Bedürfnisse unter Menschen. Es gibt aber Grund- und Menschenrechte, gegen die zu verstoßen verboten ist.

Demokratie ist Dialog und gleichzeitig ständige Auseinandersetzung. Der Dialog führt zu Entscheidungen, nicht die Macht von „Politikern“. Eine „Demokratie“ ist also keine „Herrschaftsform“, denn das erforderte ja einen oder mehrere Herrscher.
Deshalb darf ein Mensch niemals in eine Position gesetzt werden, in der er oder sie alleine entschiede, was zu tun sei, ohne Rücksprache mit gewählten Volksvertretern! Solche „Präsidialdemokratien“ sind deshalb keine „Demokratien“, weder die der USA, noch die der Türkei, Indiens und selbstverständlich nicht die Russlands!

Für Bürger gilt, wer „Macht“ will, will Herrschaft und wer die will ist keines Falls ein Demokrat! Und für Politiker gilt, wer glaubt, Politik sei die „Herrschaft der Mehrheit“, und er oder sie sei „an der Macht“, muss selbstverständlich zum Teufel gejagt werden!

¡No Pasarán!